Der Architekt der digitalen Welt
Ein UX-Designer, was kurz für User Experience Designer steht, trägt die Verantwortung dafür, dass die Nutzung digitaler Produkte wie Apps oder Webseiten für den Menschen so angenehm und einfach wie möglich ist. Man kann sich diese Arbeit wie die eines Architekten für die digitale Welt vorstellen. Während ein Architekt plant, wie Räume in einem Haus angeordnet sein müssen, damit die Bewohner sich intuitiv zurechtfinden, plant der UX-Designer die Struktur einer Anwendung. Das Ziel ist es immer, dass der Nutzer ohne Frust und ohne langes Nachdenken sein Ziel erreicht, sei es der Kauf eines Produkts oder das Finden einer Information.
Die Analyse der menschlichen Bedürfnisse
Der gesamte Arbeitsprozess beginnt dabei nicht mit dem Zeichnen, sondern mit dem Verstehen. Ein UX-Designer verbringt viel Zeit damit, die Zielgruppe genau zu analysieren. Er führt Gespräche, beobachtet Menschen bei der Nutzung von Technik und findet heraus, an welchen Stellen sie auf Probleme stoßen. In dieser Phase ist er vor allem ein Forscher und Psychologe, der die Bedürfnisse und Ängste der Nutzer verstehen will. Erst wenn klar ist, welches Problem gelöst werden soll, beginnt die eigentliche Konzeptionsphase, in der die logischen Abläufe festgelegt werden.
Das Erstellen der digitalen Baupläne
Nachdem die Strategie steht, erstellt der Designer erste grobe Baupläne, die man in der Fachsprache Wireframes nennt. Diese Entwürfe enthalten noch keine Farben, Logos oder schönen Bilder, sondern bestehen nur aus einfachen Kästen und Linien. Das hat den Vorteil, dass man sich voll und ganz auf die Bedienbarkeit konzentrieren kann, ohne von der Optik abgelenkt zu werden. Es geht hier rein um die Frage, ob die Anordnung der Knöpfe und Texte sinnvoll ist. Ein UX-Designer stellt in dieser Phase sicher, dass die wichtigsten Funktionen immer leicht erreichbar sind und die Navigation logisch aufgebaut ist.
Prüfung der Ideen durch praktische Tests
Ein weiterer entscheidender Teil der Arbeit ist das Testen. Bevor ein Programm tatsächlich von Software-Entwicklern programmiert wird, baut der UX-Designer ein klickbares Modell, einen sogenannten Prototypen. Diesen Prototypen gibt er echten Testpersonen in die Hand und beobachtet genau, wo diese zögern oder Fehler machen. Diese Erkenntnisse fließen direkt wieder in die Verbesserung des Designs ein. Dieser Kreislauf aus Entwerfen, Testen und Verbessern garantiert am Ende, dass das fertige Produkt auch in der Realität funktioniert und nicht nur in der Theorie des Designers.
Die wichtige Unterscheidung zum optischen Design
Obwohl UX-Design oft mit dem Aussehen einer App verwechselt wird, unterscheidet es sich deutlich vom rein optischen UI-Design. Während das UI-Design festlegt, ob ein Knopf blau oder grün ist oder welche Schriftart verwendet wird, kümmert sich das UX-Design darum, warum dieser Knopf überhaupt da ist und was passiert, wenn man ihn drückt. In der täglichen Arbeit fungiert der UX-Designer als Brücke zwischen den Wünschen der Kunden, den technischen Möglichkeiten der Programmierer und den tatsächlichen Bedürfnissen der Nutzer. Er sorgt dafür, dass Technik für jeden Menschen zugänglich und verständlich bleibt.
Was macht einen guten UX-Designer aus?
Ein guter UX-Designer braucht vor allem Mitgefühl (Empathie). Er muss sich in die Kunden hineinversetzen können, um ihre Wünsche zu verstehen. Er sorgt dafür, dass Apps und Webseiten einfach und angenehm zu bedienen sind.
Zusätzlich braucht er viel Fachwissen in diesen Bereichen:
- Benutzererfahrung (UX): Wie fühlt sich die Nutzung an?
- Benutzeroberfläche (UI): Wie sieht alles aus?
- Responsive Design: Funktioniert die Seite auf dem Handy?
- Suchmaschinen (SEO): Wird die Seite bei Google gefunden?